Chronik

Wahl 18.01.2008

Kommandant Leo Hammerle

Kommandantstellvertreter Hubert Kerber

Kassier Kurt Hammerle

Schriftführer Christian Hammerle

 

Gegründet wurde die FF - Holzgau am 13. März 1902 vom Kaufmann Alois Hammerle

 

Kommandanten

Alois Hammerle 1902 - 1921

während des 1. Weltkrieges Eduard Weißenbach von 1914-1915 Otto Knitel von 1915-1918

Josef Strobl 1921 - 1923

Alois Hammerle 1923 - 1925

Paul Moll 1925 - 1934

Rudolf Hosp senior 1934 - 1937

Karl Knitel 1937 - 1942

Eduard Lumper 1942 - 1946

Fridolin Frey 1946 - 1949

Hans Frey 1949 - 1950

David Weißenbach 1950 -1974

Rudolf Hosp 1974 - 1986

Günter Blaas 1986 - 1999

Klaus Falger 1999 - 2003

Erich Kerber 2003 - 2006

Leo Hammerle 2006 -

 

Wichtige Ereignisse

1959 Bau des Feuerwehrhauses

1988 Neubau der Halle und Kauf des TLFA 2000

1992 Kauf des Löschfahrzeugs mit Bergeausrüstung

2002  100 Jahrfeier der FF-Holzgau

10.04.2008 Bezirk Reutte wird auf die Leitstelle Tirol aufgeschaltet.

 

 

Brandkatastrophen

07. Dezember 1991 brannte das Haus der Frau Christine Bader bis auf die Grundmauern nieder. Das Feuer war um Mitternacht ausgebrochen. Frau Christine Bader konnte nur mehr tot geborgen werden.

1972 Waldbrand Gföll

20. Dezember 1967 brannte das ehemalige Gasthaus "Wetterspitze" / Schönau bis auf die Grundmauern nieder.

19. Dezember 1963 brannte in den Morgenstunden das Bauernhaus Nr22 (Stadelwieser Haus) nieder. Deutsche Gäste hatten den Ofen überheizt.

03. Juni 1949 gab es einen Latschenbrand, ausgehend von der Roßgumpenalm  und übergreifend auf die andere Talseite bis zum Lachkopf. 3 Tage lang wurde das Feuer von den Lechtaler Feuerwehren bekämpft.

06. August 1927 brannte um 0:30 Uhr der "Gasthof zum Hirschen" nieder.  4 Personen  fanden den Tod.. Kellnerin Ludwille Heinzl 27 Jahre. Dienstmädchen Theresa Wolf 23 Jahre, ein Gast aus Gotha Franz Sieland. Eine  Person erlitt beim Abspringen vom Dachraum auf den Erdboden Knochenbrüche, an deren Folgen sie auch starb

 

Hochwasser

    22. August 2005

Auszug aus dem Protokoll der Bezirks - KAT Einsatzleitung

17:00 Uhr:  Besprechung in der BH Reutte unter dem Vorsitz von Dr. Schennach D. Lt. Voraussage der Wetterwarte sind starke Regenfälle im Einzugsgebiet des Lechs (Arlberg und Oberlechtal) in den nächsten Stunden zu erwarten. Eine Warnmeldung diesbezüglich ergeht an alle Gemeinden. Die örtlichen Feuerwehren sollen in Bereitschaft gesetzt werden.

18:30 Uhr: Im Lechtal (zwischen Stanzach und Elmen) kommt es auf der Bundesstraße zu ersten Vermurungen und leichte Überschwemmungen.

ca. 19:00 Uhr: In Elbigenalp (Stinabach) und Steeg (Gmoabach) sind die Probleme schon sehr massiv - erste Baggerarbeiten sind notwendig.

ab 20:00 Uhr: Sind in den meisten Gemeinden die Feuerwehren im Einsatz um die Durchlässe bei Brücken, Strassen und Wegen zu kontrollieren. Der Pegelstand des Lech nimmt gewaltige Ausmaße an und überflutet bereits Auen und angrenzende Felder. Der Niederschlag wird zudem immer intensiver und erste Keller (Häselgehr, Bach, Stockach) werden überflutet. Bei den heimischen Baufirmen wird überall " Grosses Gerät" angefordert. Eine abschnittsmäßige Koordination wird auf Grund der Zustände immer schwieriger und bei Einbruch der Dunkelheit ist fast jede Gemeinde auf sich selbst gestellt.

Auszug aus dem Feuerwehbericht der Feuerwehr Holzgau:

Seit ca. 19:30 Uhr sind 2 Trupps mit Sicherungsarbeiten bei den diversen Durchlässen in Unterholzgau, Hennawinkel, Langen und Gföll beschäftigt. Um ca. 21:30 Uhr sind schon an die 20 Feuerwehrleute im Einsatz und versuchen die Vermurungen und Überschwemmungen in den Griff zu bekommen. Über Funk hört BFK Stv. Blaas Günter, dass die Feuerwehr Hägerau im Gebiet " hinteren Gföll" im Einsatz ist und ihr der Rückweg durch eine Geröllmure versperrt wir. Sofort wird eine Rettungsaktion mit Traktoren eingeleitet und die Feuerwehr Hägerau aus der misslichen Lage befreit. Schon kurze Zeit später wäre dies nicht mehr möglich gewesen da eine nachfolgende Mure den Weg auf eine Länge von ca. 20m verlegte. Um 23:00 Uhr wird über Sirenenalarm nachalarmiert, da zu diesem Zeitpunkt eine gewaltige Mure im Bereich Gasth. Waldrast und Falger Werner die Bundesstraße verlegt hat. Das Wohnhaus und die Garage von Falger Werner werden ziemlich in Mitleidenschaft gezogen und bis zu einem Meter eingemurt. Die enormen Wassermengen überfluten auch die Keller von Huber David. Die größte Gefahr geht allerdings zu diesem Zeitpunkt vom Höhenbach aus. Der Wasserstand nimmt von Minute zu Minute zu und der Bach droht die Begrenzungsmauern zu überfluten. In aller Eile werden im Bereich Höhenbach Vorbereitungen getroffen um ein Übertreten zu verhindern. Auf der anderen Bachseite bei Leo Hammerle und Josef Knitel wird das sogenannte Schlangenwaldele überflutet und teilweise weggerissen. In diesem Bereich werden unter riskanten Voraussetzungen Raubäume eingehängt um ein weiteres ausreissen des Höhenbaches zu verhindern. Auf Grund der großen Überschwemmungsgefahr veranlasst der BFK Stv. die Evakuierung der Familie im Schnitzerhaus. Sie werden vorübergehend im Gash. Bären untergebracht. Ein Stromausfall aufgrund der Katastrophe erschwert die Einsatzarbeit von Vorderhornbach bis Steeg erheblich. Der Lech ist in Dürnau und im Bereich Reasabachle über die Ufer getreten und hat die gesamten Felder überschwemmt. Die Radfahrbrücke zwischen Dürnau und Walchen wird total zerstört. Zum Glück steigt ab Mitternacht der Wasserpegel des Höhenbaches nicht mehr und verhindert somit schlimmeres. Es ist auch dem unermüdlichen Einsatz der Feuerwehrleuten und den freiwilligen Helfern zu danken, dass der Schaden sich in Grenzen gehalten werden konnte. Als am 23. August die Dunkelheit dem Morgen weicht und die gesamten Ausmaße der Katastrophe erkennbar werden muss man vor allem dem Herrgott danken, denn es sind keine Menschen zu Schaden gekommen. Im Laufe des Tages wird eine Versorgungsbrücke von Reutte in die oberen Lechtalergemeinden mittels Hubschrauber eingerichtet. Mit dem Rettungshubschrauber RK2 wird der Hüttenwirt und einige Bedienstete von der Rossgumpenalm ausgeflogen. Die Aufräumungsarbeiten in der Gemeinde und im Bezirk werden bestimmt Monate in Anspruch nehmen.

 

31. Juli. 1977: Infolge starken Regens trat der Höhenbach über die Ufer. Am 01. August , ertönten um 01:30 Uhr die Sirenen. Das Hochwasser hatte bei Eduard Lumpert die rechte Uferseite gefährlich unterspült. Ein 9-jähriger Bub aus Deutschland, der in das Höhenbachtal gehen wollte, wurde vom Hochwasser mitgerissen. Die Suchaktionen blieben zunächst erfolglos. Erst am 19. August 1978 wurde seine Leiche in Weißenbach gefunden.

14. u. 15 Juni 1910 war ein so heftiges Hochwasser, dass ältere Leute von Holzgau kein solches Wasser wussten. Nicht nur der Lech , sondern auch der Höhenbach hat  furchtbar gehaust Dem Ignaz Blaas hat es das ganze Haus ausgespült. Der Garten beim Frühmesser Haus wurde weggerissen. Der Höhenbach ist unten bei den Schießscheiben aus dem Rinnsale getreten und rechts über die Felder hinunter geronnen. Leider hat das Hochwasser ein Menschenleben geraubt. Elisabeth Schratz, verehelichte Mages wurde von einem Baum in den Höhenbach gerissen.